im schönen & gemütlichen deutschland gibt es einen wunderbaren spiegel der verhältnisse, der sich glücklicherweise auch gleich so nennt. und der schlägt gerne mit voller wucht zu:
Netanjahu knüpft Baustopp an harte Bedingung
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat der palästinensischen Führung einen neuen Baustopp im Westjordanland angeboten - falls sie im Gegenzug Israel als jüdischen Staat anerkennt. Die Palästinenser lehnten den Vorschlag ab.
soso. und dann steht da noch:
Im Westjordanland leben etwa 300.000 jüdische Siedler. Die Palästinenser beanspruchen das Gebiet für sich. Sie werten jede Fortsetzung des israelischen Siedlungsbaus als Indiz dafür, dass Israel nicht ernsthaft an einem Kompromiss interessiert ist.
ob die anerkennung des existenzrechts der anderen wirklich eine harte bedingung ist und ob jemand, der sich nichts sehnlicher wünscht als die vernichtung des anderen, ernsthaft an einem kompromiss interessiert ist, darüber sollten manche wohl noch einmal ausgiebig reflektieren.
auch aus dem beschaulichen frankreich gibt es etwas zu berichten:
Am Donnerstag sollte die 58jährige Catherine Pederzoli im staatlichen Lycée Henri-Loritz normalerweise den Geschichtsunterricht mit ihren neuen Klassen beginnen. Zwei Tage vor Schulanfang erhielt sie jedoch vom Rektorat einen Brief, der sie nachhaltig schockiert hat. Aufgrund eines Berichts von zwei Inspektoren wird ihr vorgeworfen, sie habe ihre Schüler "instrumentalisiert" und "indoktriniert". Anlaß der schweren Vorwürfe sind die Reisen nach Auschwitz, die Pederzoli jedes Jahr im Rahmen des Unterrichts organisiert hat. Die beiden Inspektoren scheinen darin den Beweis für einen religiösen Übereifer zu sehen, der ... in Widerspruch zur weltlichen Neutralität und zur strikten Trennung von Staat und Religion steht. Das kommt nach Meinung der Inspektoren schon im Vokabular zum Ausdruck: Vierzehnmal, so führen sie an, habe die Lehrerin im Gespräch das "hebräische Wort ›Schoah‹" verwendet und "nur zweimal den neutraleren und juristisch adäquateren Begriff ›Genozid‹". "Würden solche Vorwürfe erhoben, wenn meine Klientin nicht jüdischer Konfession wäre?", fragt die Anwältin der Lehrerin. Peinlich ist das Ganze dem Erziehungsminister Luc Chatel, der beschwichtigen wollte, den Suspendierungsentscheid aber nicht zurücknahm. Dieser sei ja keine Strafe, sondern nur provisorisch und zudem zum Schutz der Betroffenen gedacht, die sich nun dazu äußern könne. via
windschief - 20. Oktober, 11:57